Ausbildungskonzept der Martin-Luther-King-Schule Grundsätzliches Die Martin-Luther-King-Schule versteht sich als Ausbildungsschule und arbeitet aktiv an der 2. Phase der Lehrerausbildung mit. Die Ausbildung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Studienseminar Gelsenkirchen und unter Berücksichtigung der seminarspezifischen Vorgaben sowie der jeweils aktuellen OVP. Die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sollen während ihrer 24-monatigen Referendariatszeit an der Martin-Luther-King-Schule unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen auf die Tätigkeiten als Förderschullehrer/innen vorbereitet werden. Die Ausbildung zielt dabei auf professionelle Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule. Die Rahmenvorgabe für den Vorbereitungsdienst in Studienseminar und Schule (BASS 20- 03 Nr.21)  legt die dazu erforderlichen Kompetenzen und Standards fest, die landesweite Vergleichbarkeit und Transparenz sicherstellen: Unterrichten; Erziehen; Diagnostizieren und Fördern; Beraten; Leistung messen und beurteilen; Organisieren und Verwalten; Evaluieren, Innovieren und Kooperieren. Gemäß §14 OVP stimmen die Martin-Luther-King-Schule und das Seminar Gelsenkirchen die Ausbildung der Lehramtsanwärter mit Orientierung an einem Begleitprogramm ab. Das Begleitprogramm dokumentiert unter enger Bezugnahme auf die o.g. Ausbildungsaufgaben gemäß der Rahmenvorgabe das individuelle Ausbildungsprofil der Martin-Luther-King-Schule. Organisation und Durchführung Die ersten 2 Wochen Die Lehramtsanwärter/innen (LAA) beginnen ihre 24-monatige Ausbildung an der Schule in der Regel zum 1. Februar eines jeden Jahres. Der Tag ihres Dienstantritts gestaltet sich für die LAA wie folgt: Einladung zu einem Erstgespräch mit dem Schulleiter und der Ausbildungskoordinatorin: - Persönliches Vorstellen und Kennen lernen - erste Einführung in die Rahmenbedingungen der Martin-Luther-King-Schule - allgemeine Informationen zum Schulbetrieb und Besonderheiten der Schule (Stundenraster, Unterrichtsbeginn, Pausen, Grundsätze der Aufsicht,...) - Informationen zu schulinternen Regelungen wie z.B. Krankmeldungen, Konferenztage u.s.w. - Ausgabe und Erläuterung des Begleitprogrammes - Ausgabe eines Terminplanes für das gesamte Schulhalbjahr - Zuweisung eines Aufbewahrungsfaches, Schlüsselausgabe - Informationen zum Kopierer, Aushändigen einer Kopiernummer - Ausgabe des Stundenplanes für die nächsten 3 Tage Vorstellen der LAA im Kollegium, im Sekretariat , bei den Mitarbeiter/innen der OGS und beim Hausmeister Führung durch das Gebäude, inkl. der Fachräume, der Turnhalle und der OGS Erläuterungen zum Schwarzen Brett, zur Informationsmappe (blaue Mappe im Lehrerzimmer) und zum Stunden-/Vertretungsplan In den ersten zwei Wochen ihrer Ausbildung hospitieren die LAA in Absprache mit der AKO und dem Schulleiter am Unterricht aller Klassen und Stufen. Dabei sollen die LAA alle Lerngruppen kennen lernen und sich darüber hinaus zunehmend mit den Einrichtungen, Medien und Abläufen der Martin-Luther-King-Schule vertraut machen. Nach der Hospitationsphase werden den LAA 2 Ausbildungsklassen und Mentoren durch den Schulleiter zugewiesen. So weit möglich, werden Ausbildungsklassen aus verschiedenen Schulstufen zur Verfügung gestellt und die persönlichen Wünsche der LAA berücksichtigt. Der Ausbildungsunterricht Der Ausbildungsunterricht umfasst Hospitationen, angeleiteten und selbstständigen sowie ab dem 2. Ausbildungs- halbjahr bedarfsdeckenden Unterricht. Die LAA werden dabei durch die Mentoren sowie der AKO angeleitet. Der Unterrichtseinsatz umfasst durchschnittlich 12 Wochenstunden. Um pädagogische Kontinuität zu gewährleisten, ist es notwendig, dass diese Stunden auf mindestens 3 Tage verteilt werden. Unterrichtstage für die LAA sind grundsätzlich Montag, Dienstag und Freitag, der Mittwoch ist Seminartag. Die von den LAA unterrichteten Fächer sollten mit ausgewogener Stundenzahl auf beide vorhandenen Lerngruppen verteilt werden, d.h. 5/7 oder 6/6. 5 der 12 Wochenstunden (oder 3 Unterrichtsblöcke) können im studierten Unterrichtsfach unterrichtet werden, wobei diese über mindestens 2 Tage verteilt sein sollten. Im 2. und 3. Ausbildungshalbjahr erbringen die LAA insgesamt 18 Wochenstunden selbständigen, bedarfsdeckenden Unterricht, welcher in der Regel im Verhältnis 0-9-9-0 auf die 4 Ausbildungshalbjahre zu verteilen ist. Eine andere Verteilung des bedarfsdeckenden Unterrichts bis in das 4. Ausbildungshalbjahr (z.B. 0-6-6-6) kann mit Zustimmung der LAA, der Schulleitung und nach Mitteilung an die Seminarleitung Gelsenkirchen erfolgen. Die Stundenplangestaltung erfolgt in Absprache mit der LAA und den Mentoren durch die stellvertretende Schulleiterin. Außerunterrichtliche Tätigkeitsbereiche Als Mitglied des Kollegiums nehmen die LAA an allen schulischen Veranstaltungen (Schulfeste u.ä.) teil. Ebenso sind sie in den verschiedenen Konferenzen (Klassen-, Fach- und Lehrerkonferenzen) tätig. Sie haben dort Stimmrecht. Empfehlens- und wünschenswert ist die Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Gremien (z.B. zur Weiterentwicklung des Schulprogramms, Schulinternes Curriculum u.s.w.) Die Teilnahme an einer Klassenfahrt ist erwünscht und sollte in ihrer Ermöglichung durch die Schulleitung und den Mentoren unterstützt werden. Die LAA nehmen ab dem 3. Ausbildungshalbjahr bei mindestens einem sonderpädagogischen Überprüfungsverfahren (AO-SF) teil und übernehmen einzelne Aufgaben davon. Die LAA nehmen an Förderplangesprächen sowie an Elternsprechtagen und Klassenpflegschaften teil. Die verschiedenen notwendigen außerunterrichtlichen Tätigkeiten eines Lehrers, wie Vorbereitungen von Klassenfahrten und Ausflügen, Elternabenden, Förderplangesprächen, Verfassen von Zeugnissen, Elternbriefen u.s.w. sollen an die LAA im Laufe der Ausbildung herangeführt und dann weitgehend auch von diesen übernommen werden. Ausbildung, Betreuung und Beratung  der LAA Die Ausbildung, Betreuung und Beratung der LAA erfolgt in erster Linie durch die jeweiligen Ausbildungslehrer/innen, der Ausbildungskoordinatorin sowie der Schulleitung. Das gesamte Kollegium unterstützt zusätzlich alle Ausbildungstätigkeiten. Ausbildungslehrer/innen  (Mentor/innen) Grundsätzlich ist es Aufgabe aller klassenleitenden Lehrkräfte der Martin-Luther-King-Schule, als Ausbildungslehrer/innen zur Verfügung zu stehen. Die Mentor/innen betreuen, unterstützen und beraten die LAA bestmöglich hinsichtlich der Planung und Durchführung von Unterricht, Erziehung und Elternarbeit. Über die üblichen Unterrichtszeiten an der Schule hinaus,  bieten die Mentor/innen regelmäßig zusätzliche Beratungszeiten an. Die Ausbildungslehrer/innen nehmen an den Nachbesprechungen der Unterrichtsbesuche teil, soweit keine stundenplanorganisatorischen Aspekte dagegen sprechen. Halbjährlich erfolgt eine schriftliche Beurteilung –ohne Leistungsnote- der LAA durch die Ausbildungslehrer/innen. Diese gehen dem Seminar zu. Ausbildungskoordinatorin (AKO) Die Ausbildungskoordinatorin unterstützt die regelmäßige Kooperation zwischen Seminar und Schule und wirkt an der Organisation der Ausbildung in der Schule sowie an Maßnahmen der Begleitung und Unterstützung von Lehramtsanwärtern, insbesondere auch im Rahmen des bedarfsdeckenden Unterrichts mit. Alle ausbildungsrelevanten Informationen treffen bei der AKO zusammen und werden von ihr an die Beteiligten weitergegeben. Die AKO gewährt den LAA Hilfe in allen die Ausbildung betreffenden Belangen, und sie ist Ansprechpartnerin bei schulischen Problemen. Sie bietet den LAA den regelmäßigen Gesprächsaustausch und Beratungstermine an. Die AKO nimmt auf Anfragen der LAA bzw. des Seminars am Planungs- und Entwicklungsgespräch (PEG) teil, das am Ende des 2. Ausbildungshalbjahres erfolgt. Halbjährlich finden Kooperationsveranstaltungen mit dem Seminar statt (Regionaltreffen), an denen die Ausbildungskoordinatorin regelmäßig teilnimmt. Die Ausbildungskoordinatorin erhält zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben wöchentlich 1 Ermäßigungsstunde. Schulleitung Die Verantwortung für den schulischen Teil der Ausbildung der LAA trägt die Schulleitung. Sie muss sicherstellen, dass die LAA bezogen auf alle Lehrerfunktionen die grundlegenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im schulischen Kontext erwerben können. Die Schulleitung weist den bedarfsdeckenden Unterricht zu und beobachtet die LAA in allen Feldern ihres beruflichen Handelns. Der Schulleiter verschafft sich kontinuierlich einen Eindruck vom Ausbildungsfortgang der LAA. Dies geschieht zum einen durch regelmäßige Hospitationen im Unterricht, die ab dem 2. Ausbildungshalbjahr mindestens ein Mal pro Halbjahr stattfinden. Im Anschluss an die Hospitationen finden Nachbesprechungen statt, die beratenden Charakter haben. Zum anderen lädt der Schulleiter ein bis zwei Mal im Schuljahr die Ausbildungslehrer/innen und die AKO zu einem Gespräch ein, um den aktuellen Ausbildungs- und Entwicklungsstand der LAA zu erörtern. Dies geschieht anhand eines Kriterienkataloges, der gemeinsam von Schulleitern unter der Moderation des Studienseminars Gelsenkirchen erarbeitet wurde und ein Instrumentarium zur objektiven und vergleichbaren Langzeitbeurteilung darstellt. Die in dem Kriterienkatalog enthaltenen Items beziehen sich auf Kompetenzen und Fähigkeitsbereiche, die in den Rahmenvorgaben für den Vorbereitungsdienst festgelegt sind. Im Laufe der Ausbildungszeit werden diese Kriterien rechtzeitig den LAA durch die Schulleitung transparent gemacht. In regelmäßigen Abständen bietet der Schulleiter den LAA die Möglichkeit zu einem Feedback-Gespräch an. Der Schulleiter berät die LAA in allen schulrechtlichen Fragen. Während des vierten Ausbildungshalbjahres und spätestens 2 Monate vor Beendigung des Vorbereitungsdienstes erfolgt eine schriftliche Beurteilung der LAA durch den Schulleiter. Der Schulleiter beurteilt die LAA auf der Grundlage eigener Langzeitbeobachtungen, den Beurteilungen der Ausbildungslehrer/innen, Gesprächen mit den LAA und Berichten der Ausbildungskoordinatorin. Die Beurteilung bezieht sich grundsätzlich auf die gesamte berufliche Tätigkeit der LAA und orientiert sich an dem o.g. Kriterienkatalog. Die Beurteilung schließt mit einer Note gemäß § 17 und § 29 OVP ab. Zur Notenfindung berät sich der Schulleiter mit den Mentor/innen und der AKO.
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