Konzept zur Förderung von Kommunikations- und Konfliktfähigkeit im Klassenrat Definition Klassenrat Die Methode des Klassenrats findet ihren Ursprung in der Reformpädagogik Célestin Freinets (1896-1966), dort als Klassenversammlung bezeichnet. Freinet begriff die Klassenversammlung „als Ermutigung zur Äußerung der eigenen Meinung, als Möglichkeit zur Selbstkritik, als Förderung des Gemeinschaftsempfindens und zum Lernen persönlicher Unterordnung unter akzeptierte Ordnungsregeln“ . (vgl. Kiper, 1996) Eine aktuelle Definition findet sich bei Blum: „Der Klassenrat ist eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde, in der sich Schüler und die Klassenlehrkraft gemeinsam mit konkreten Anliegen der Klassengemeinschaft (z.B. Ausflüge oder Projekte, Organisationsfragen wie Dienste oder Regeln, Probleme und Konflikte) beschäftigen und dafür möglichst einvernehmliche Lösungen finden“ (Blum, 2006, S.10). Dabei können die Schüler lernen, sich verständlich, der Sache angemessen auszudrücken und als Zuhörer das Gehörte aufzunehmen und zu verarbeiten (vgl. Potthoff, Steck-Lüschow, Zitzke, 1995, S.8). Ziele des Klassenrates Förderbereich Kommunikation/Sprache Die Schüler können im Klassenrat als einem „Instrument der Gesprächserziehung“ (vgl. Kiper, 1997, S.58) lernen, dass unterschiedliche Redeweisen unterschiedliche Auswirkungen haben dass zur Kommunikation auch Lautstärke und Körpersprache gehören Gefühle zu benennen und wie man konstruktiv damit umgeht bestimmte Gesprächsformen einzuhalten Ideen und Probleme genau zu beschreiben. Förderbereich Soziabilität   Bezogen auf den Förderbereich Soziabilität können die Schüler im Klassenrat lernen, dass Gefühle, auch negative, völlig normal sind eigene und fremde Gefühle zu verbalisieren Kritik zu äußern und Kritik am eigenen Verhalten einzusehen und anzunehmen Konflikte verbal konstruktiv zu lösen die Klärung von Problemen aufzuschieben. Grundlegende Bedingung zum Erreichen dieser Ziele ist das Schaffen einer positiven Atmosphäre und das Einsetzen von Ritualen als verlässliche Orientierungs- und Strukturierungshilfen im Klassenrat. Möglichkeiten zur Einführung eines Klassenrates Wie die Klassenratsarbeit in eine Klasse eingeführt wird, hängt immer von den individuellen Voraussetzungen der jeweiligen Klasse ab. Grundsätzlich gibt es nicht den Weg, den Klassenrat einzuführen. Vielmehr ist es die Aufgabe des Lehrers, den Zugang zu finden, der der augenblicklichen Situation der Klasse angemessen ist (vgl. Hierdeis, 2005, S.17). Eine exemplarische Möglichkeit soll im Folgenden dargestellt werden. In einer eher undisziplinierten Klasse mit wenig vorhandener Gesprächskultur kann die Hinführung zum Klassenrat über einige Wochen durch eine Blitzlichtrunde am Ende jeder Woche, in der die Schüler an basale Gesprächstechniken gewöhnt werden, erfolgen. Eine festgelegte Leitfrage, z.B. „Was hat mir in dieser Woche gut bzw. nicht gut gefallen?“, wird dabei zum Ritual für die Schüler. In einem Sitzkreis, der auch zum festen Element eines Klassenrates gehört (vgl. Rahmenbedingungen), nehmen die Schüler reihum in einem Satz Stellung zu der Frage. Die Einführung eines Redegegenstandes, z.B. ein Stein oder Wuschelball, ist sinnvoll, weil dadurch die Einhaltung von Gesprächsregeln von Anfang an trainiert werden kann. In einem nächsten Schritt bietet es sich an, die Schüler mit der zukünftigen Struktur des Sammelns von Themen für den Klassenrat vertraut zu machen (vgl. Rahmenbedingungen). Dafür können sie auf einem vorbereiteten Arbeitsblatt (vgl. Basismaterialien) aufschreiben, was ihnen in der Woche gefallen bzw. nicht gefallen hat. Das Arbeitsblatt wird dann zur Grundlage für die Blitzlichtrunde. Wenn die Schüler sich an diese ersten Strukturen gewöhnt haben, kann eine Einführungsphase über mehrere Stunden stattfinden. In denen wird thematisiert, was ein Klassenrat ist, welche Ämter es im Klassenrat gibt, wozu ein Klassenrat nützlich ist und wie ein Klassenrat abläuft. Vom Grundgedanken her sollte dabei im Vordergrund stehen, dass sowohl Lehrer als auch Schüler sich in der Schule wohl fühlen wollen und es deshalb wichtig ist, Dinge gemeinsam zu besprechen, die alle angehen (Blum, 2006, S.61). Es bietet sich an, den Ablauf und die Aufgaben in den verschiedenen Ämtern auf Plakaten zu visualisieren (vgl. Basismaterialien). Damit wird die Struktur des Klassenrates präsent und die Schüler erhalten eine Orientierung. Mit einer Klammer am Plakat, die Phase für Phase weiter gesetzt wird, kann dann der Ablauf des Klassenrates nachvollzogen werden (vgl. Kiper, 1999, S.25). In der Einführungsphase sollte auch die Einführung der Wandzeitung bzw. des Briefkastens erfolgen (vgl. Rahmenbedingungen). Zusätzlich bieten sich hier Spiele zur Stärkung des Gruppen- und Gemeinschaftsgefühls an, um den Schülern zu verdeutlichen, dass ein Klassenrat nur dann funktionieren kann, wenn alle mitarbeiten. Ein mögliches Spiel wäre hierbei der gordische Knoten (siehe Anhang). In den ersten stattfindenden Klassenräten ist es sinnvoll, ein Spiel zu ritualisieren, das das Gemeinschaftsgefühl der Klasse immer wieder unterstreicht, z.B. `Das soziale Netz`. Rahmenbedingungen Der formelle Ablauf und die Vorgaben einer Klassenratssitzung erscheinen auf den ersten Blick einengend. Rituale schaffen jedoch Struktur und geben Sicherheit. Regelmäßigkeit Die Klassenratssitzung hat einen festen Platz im Stundenplan und findet zu einer festen Zeit und für eine feste Zeitdauer in der Woche statt (vgl Kiper, 1996). Es empfiehlt sich, die Sitzung am Ende der Woche, am besten freitags, abzuhalten, da viele Schüler zu Beginn der Woche unkonzentrierter und aggressiver sind als sonst, was unter Umständen auch auf die Gestaltung des Familienlebens am Wochenende zurückzuführen ist. Somit könnte der Aufbau einer positiven Grundstimmung für den Klassenrat erschwert sein. (vgl. Böttger, Reich, 1998, S.12). Außerdem werden im Klassenrat die Probleme der vorausgegangenen Woche behandelt, welche natürlich aktueller am Freitag sind, als wenn ein Wochenende dazwischen liegt. In der Regel dauert der Klassenrat eine Unterrichtsstunde (vgl. Hierdeis, 2005, S.18), wobei in jedem Fall Rücksicht auf das Konzentrationsvermögen der Schüler genommen werden sollte, das gerade am Anfang das Gewöhnen an den Ablauf und die Gesprächsstruktur des Klassenrates eine komplexe Anforderung für die Schüler darstellt. Die Regelmäßigkeit des Klassenrates führt bei den Schülern langfristig zu des Erfahrung, dass ihre Themen immer an einem bestimmten Tag besprochen werden. Diese Ordnung ist für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen besonders wichtig, da ihnen in ihrem familiären Umfeld häufig keine oder nur wenige Strukturen vermittelt bzw. vorgelebt werden. Wenn sie sich auf den Termin des Klassenrates verlassen können, nimmt der Klassenrat eine präventive und entlastende Funktion für die Schüler ein. Sie machen die Lernerfahrung, dass die Besprechung, der für sie wichtigen Anliegen nicht vergessen wird (vgl. Stähling, 2005, S.32). Umgekehrt bedeutet dies, dass die Schüler auch lernen müssen, dass das Besprechen von Konflikten aufgeschoben wird, was aber eine Chance für ein sachliches Gespräch über einen Konflikt darstellt. Durch den Aufschub lernen sie, zu ihren Konflikten einen emotionalen Abstand zu gewinnen und sie dann im Klassenrat in einer strukturierten Gesprächsform zu besprechen, wenn sie selbst wieder ruhiger geworden sind (vgl. Kiper, 1997, S.57). Dennoch kann es manchmal notwendig sein, dass der Klassenrat außer der Reihe stattfindet, weil ein akutes Problem die Schüler so bewegt, dass es sofort besprochen werden muss. Hierbei kommt es auch auf eine adäquate Ermessensgrundlage des Lehrers an (vgl. Post-Lange, 1998, S.55). Sozialform des Klassenrates Die Schüler treffen sich für den Klassenrat im Sitzkreis (vgl. Hierdeis, 2005, S.18). Hierbei empfiehlt es sich ggf. im Vorfeld eine feste Sitzordnung festzulegen und zu visualisieren, um unnötigen Störungen oder Reibereien aufgrund einer ungünstigen Sitzkonstellation vorzubeugen. Auf einem Plakat, das einlaminiert werden kann, können die Namen der Schüler mit Klettband befestigt werden (s. Basismaterialien). Das Abhalten des Klassenrates im Kreis gibt allen Mitgliedern den gleichen Status und ermöglicht das Einhalten von Sicht- und Augenkontakt, was wichtig für eine kommunikative Gesprächsatmosphäre und gleichzeitig auch ein Ziel der Förderung einer angemessenen Kommunikationsfähigkeit ist. Gleichzeitig wird so auch die zentrale Stellung des Lehrers ausgeblendet. Dadurch, dass der Sitzkreis ein festes Ritual im Klassenrat ist, kann er für die Schüler zu einem sicheren Platz werden, in dem sie bereit sind, über Konflikte oder andere Dinge zu sprechen, ohne dabei ausgelacht oder verurteilt zu werden (vgl. Böttger, Reich, 1998, S.17). Themen im Klassenrat Die Themen für einen Klassenrat sind vielfältig. Einerseits kann es um organisatorische Themen, wie z.B. Veränderungen der Sitzordnung, Klassendienste, Projekte, Ausflüge und Klassenfahrten gehen. Andererseits werden auch soziale Anliegen thematisiert, wie z.B. Regeln des Zusammenlebens in der Klasse, Verhaltensprobleme einzelner Schüler, kleinere und größere Konflikte zwischen einzelnen Schülern der Klasse und alle weiteren Dinge, über die die Schüler und der Lehrer ein Bedürfnis haben, zu sprechen (vgl. Kiper, 1996, S21). Die Themen kommen zustande, indem sich die Schüler und der Lehrer in der laufenden Woche zu verschiedenen, vorgegebenen Rubriken schriftlich äußern. Schüler, die Schwierigkeiten bei der schriftlichen Formulierung ihrer Anliegen haben, können Mitschüler ihre Vertrauens oder den Lehrer um Hilfe bitten. Wenn es einmal keine Anliegen für den Klassenrat gibt, sollte der Klassenrat keinesfalls ausfallen. Die zur Verfügung stehende Zeit kann dann für Übungen und Spiele zur Förderung eines angemessenen Kommunikations- und Konfliktverhaltens, wie exemplarisch im Teil Förderbausteine dargestellt, genutzt werden (Blum, 2006, S.26). Möglichkeit zur Erhebung der Themen In der Literatur werden mehrere Vorschläge gemacht, auf welche Art und Weis Schüler ihre Themen für den Klassenrat im Vorfeld schriftlich ankündigen können, u.a. die Wandzeitung und das Klassenratsbuch (vgl. Blum, 2006; Kiper, 1996). In einem Klassenratsbuch können die Schüler im Laufe der Woche, ihre Anliegen ohne Vorgaben mit Datum und Namen eintragen. Für unsere Schüler halte ich eine vorstrukturierte Möglichkeit jedoch für geeigneter, das der freie schriftliche Ausdruck häufig noch zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Deswegen beschreibe ich im Folgenden den Einsatz einer Wandzeitung, gehe dabei aber auch auf eine mögliche Modifikation ein. Grundsätzlich sollten Eintragungen zu jeder Zeit im Unterricht vorgenommen werden dürfen, um dem Vergessen spontaner Ideen oder von Konflikten vorzubeugen. Dabei gelten jedoch die Regeln, dies leise und ohne Störung der Mitschüler zu tun. Es dürfen nur Eintragungen vorgenommen werden, die ernst gemeint sind und keinerlei beleidigende Wörter gegenüber Mitschülern enthalten (vgl. Hierdeis, 2005, S.21). Eine Wandzeitung kann z.B. aus drei DIN A3 Blättern in einer jeweils anderen Farbe bestehen, die einlaminiert und so mit einem Folienstift beschrieben werden können. Dadurch wird die Wiederverwendbarkeit gesichert. Aufgehängt wird die Wandzeitung zu Beginn einer neuen Woche. Jedes Blatt steht für eine Rubrik. Rubriken können „Ich finde gut, dass…“/ „Mir gefällt, dass…“/ „Ich finde nicht gut, dass…“/ „Mir gefällt nicht, dass…“/ „Ich schlage vor, dass…“/ „Ich wünsche mir, dass…“ sein. In diese Rubriken können die Schüler und der Lehrer eintragen, was in der Woche gut bzw. nicht geklappt, was einem gefallen bzw. nicht gefallen hat oder worüber man sich gefreut bzw. was einen geärgert hat. Außerdem können sie eigene Ideen einbringen. Alle Eintragungen müssen in der Ich-Form formuliert und mit Datum und Namen versehen sein. Anonyme Eintragungen werden nicht berücksichtigt (vgl. Post-Lange, 1998, S.53). Ein Problem dabei könnte sein, dass einzelne Schüler sich nicht trauen, ihre Anliegen offen, für die ganze Klasse während der Woche sichtbar, darzustellen, aus Angst vor Beleidigungen oder Bedrohungen. Viele Schüler wollen ihre Anliegen auch nicht schon einige Tage vorher öffentlich machen (vgl. Blum, 2006, S.31). Aus diesem Grund schlage ich als Alternative die Verwendung eines Briefkastens vor, der einen festen Platz in der Klasse hat und auch eher schüchternen Schülern ermöglicht, ihre Themen einzubringen. Die Rubriken der Wandzeitung entsprechen dann kleinen Notizzetteln mit den jeweiligen Überschriften, für die die gleichen Regeln (siehe oben) gelten und die in den Briefkasten eingeworfen werden (vgl. Basismaterialien). Ämter im Klassenrat Im Klassenrat gibt es verschiedene Ämter, die neben der Selbstständigkeit der Schüler auch die Herausbildung kommunikativer Strukturen fördern. Schon bei Freinet gibt es die Ämter des „Vorsitzenden“ und des „Protokollanten“. Ergänzt werden diese Ämter noch durch das Amt des „Vorlesers“, des „Zeitwächters“ und des „Ruhe-und Regelwächters“ (vgl. Hanke, 2005, S.59 und Nitsch, 2002. S.16). Für alle Ämter empfiehlt es sich, einen kurzen Leitfaden mit den jeweiligen Aufgaben zu visualisieren. Zur Orientierung für die Schüler können auch Umhängeschilder mit dem jeweiligen Namen des Amtes angefertigt werden, die während des Klassenrates für Transparenz sorgen (vgl. Basismaterialien). Zudem ist es sinnvoll, alle Ämter auch mit einem Vertreter zu besetzen. Der „Vorsitzende“ eröffnet den Klassenrat mit einem akustischen Signal (z.B. einer Glocke) und dem Satz „ Ich eröffne den heutigen Klassenrat“. Er hat die Aufgabe, auf den korrekten Ablauf des Klassenrates zu achten und Wortmeldungen der Reihenfolge nach abzurufen, kurz er übernimmt die Gesprächsführung. dabei kann er sich an den Plakaten (Leitfaden für Ämter, Ablauf des Klassenrates) und an der Tagesordnung, die er nach und nach abhaken kann, orientieren. Eine Liste mit vorgegebenen Satzmustern kann ihn bei der Gesprächsführung unterstützen und die Herausbildung sprachlicher Kompetenzen fördern (vgl. Basismaterialien). Der Lehrer kann den „Vorsitzenden“ bei Bedarf unterstützen. Der „Protokollant“ notiert die Reihenfolge der Themen und die gefassten Beschlüsse. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass sprachlich gewandtere Schüler und der Lehrer mithelfen, adäquate Formulierungen für das Protokoll zu finden (vgl. Post-Lange, 1998, S.54). Ein Strukturiertes Protokollblatt (s. Material) bietet dem „Protokollanten“ zusätzliche Orientierung. Die Protokolle werden in einem Ordner, der einen festen Platz hat, chronologisch abgeheftet, in den die Schüler und der Lehrer jederzeit Einsicht nehmen können. Bei zukünftigen, ähnlichen Konflikten können beispielsweise die Vereinbarungen dazu überprüft werden. So entsteht ein Katalog von Regeln, der das gemeinsame Arbeiten und Leben in der Klasse gestaltet (vgl. Längsfeld, 1999 in Bartnitzky, Hecker, S.78). Als zusätzliche Fördermöglichkeit könnte mit den Schülern parallel im Deutschunterricht erarbeitet und geübt werden, wie man ein Protokoll schreibt. Auch das Leiten von Gesprächen kann z.B. durch Rollenspiele thematisiert und geübt werden. Der „Vorleser“ liest die jeweilige Tagesordnung vor. Er unterstützt den „Vorsitzenden“ und „Protokollanten“ und liest die Beschlüsse, die Überprüft werden müssen und die Beschlüsse der jeweiligen Klassenratssitzung vor. Der „Zeitwächter“ gibt zehn Minuten vor Ende des Klassenrates einen Hinweis, der ein ruhiges Beenden des Klassenrates sichert. Dabei kann er sich vorgegebener Satzmuster bedienen, die auf einer kleinen Karte (vgl. Basismaterialien) festgehalten sind. Der „Ruhe- und Regelwächter“ gibt ein festgelegtes akustisches Signal (z.B. mit einer Triangel), wenn die Regeln des Klassenrates von einzelnen Schülern nicht eingehalten werde. Er macht sie mit einer „Störungskarte“ (vgl. Basismaterial) auf ihr Fehlverhalten aufmerksam und benennt es. Dabei kann die Regel gelten, dass ein Schüler, der zum dritten Mal mit der Störungskarte verwarnt wurde, den Klassenrat für eine bestimmte Zeit verlassen und auf einem Arbeitsblatt (s. Material) sein Verhalten reflektieren muss. Als orientierende Hilfe kann eine kleine Karte mit einem vorgegebenen Redemuster dienen, die den „Ruhe- und Regelwächter“ beim Benennen und Formulieren des Fehlverhaltens unterstützt (vgl. Material). Für die Durchführung des Klassenrates empfiehlt es sich, dass der „Protokollant“ und „Vorsitzende“ an einem Tisch sitzen, der in den Stuhlkreis integriert ist (Gerstenmaier, Grimm, 2004, S.21). Somit ist genug Platz für die benötigten Utensilien vorhanden (Liste mit Satzmustern, Glocke, Protokollbogen, etc.) und dem Protokollanten wird das Schreiben erleichtert. Günstig ist, wenn der Lehrer direkt neben diesem Tisch sitzt. So kann er sofort unterstützend eingreifen, wenn der „Vorsitzende“ oder „Protokollant“ Hilfe benötigen. In der Literatur wird vorgeschlagen, das Amt des Vorsitzenden mit dem Klassensprecher zu besetzen (vgl. Längsfel, 1991 in Bartnitzky, Hecker, S.75). Damit jedoch alle Schüler ihre kommunikativen Fähigkeiten verbessern können, ist es sinnvoll, die Ämter generell für einen festen Zeitraum zu besetzen und regelmäßig zu wechseln. Hierdeis schlägt z.B. einen Zeitraum von einem Monat vor, damit die Schüler genug Zeit zum Üben ihrer Aufgaben haben (vgl. Hierdeis, 2005, S.19). Damit den Schülern die Ämtervergabe transparent bleibt, empfiehlt es sich, die Namen der Schüler, ihre jeweiligen Ämter und den Zeitraum zu visualisieren. Eine Möglichkeit hierfür wäre, die Namen auf die Plakate mit den Leitfäden zu kletten und den jeweiligen Zeitraum über diesen Plakaten darzustellen. Regeln im Klassenrat Allgemeine Regeln Die Schüler müssen möglichst gleich zu Beginn an die wichtigsten Grundsätze des Klassenrates herangeführt werden. Nur so kann eine Basis für eine geschützte und vertrauensvolle Kommunikationsatmosphäre geschaffen werden, in der auch Meinungsverschiedenheiten und Konflikte konstruktiv gelöst werden können. Einige Grundsätze werden im Folgenden exemplarisch dargestellt (vgl. Böttger, Reich 1998, S.15 und Post-Lange, 2000, S.97). Über abwesende Schüler wird nicht gesprochen. Es wird niemand schriftlich oder mündlich beschimpft. Keiner wird ausgelacht. Jedes Problem und jeder Vorschlag werden ernst genommen. Gefühle werden respektiert. Themen werden mit meinem Namen unterschrieben. Gesprächsregeln Gesprächsregeln geben dem Klassenrat eine verlässliche Struktur und bilden die Basis einer angemessenem Kommunikationsatmosphäre, die Voraussetzung für konstruktive Gespräche ist. Es empfiehlt sich, die Regeln positiv und in der Ich-Form zu formulieren. Einige Gesprächsregeln werden exemplarisch genannt. Ich lasse meine Mitschüler aussprechen. Ich melde mich. Ich höre zu. Ich spreche zum Thema. Ich spreche laut und deutlich. Ich schaue meine Gesprächspartner an. Ein schrittweiser Aufbau der Gesprächsregeln bietet sich an, um die Schüler nicht zu überfordern. Es besteht z.B. die Möglichkeit, einen Kalender mit den Regeln zu gestalten, d.h. jeden Monat wird auf eine oder zwei Regeln der Schwerpunkt gelegt (vgl. Post-Lange, 1998, S.54). Die Erarbeitung der Regeln kann durch Übungen und Spiele auch Thema einer der ersten Klassenratssitzungen sein, denn selbst erarbeitete und formulierte Regeln werden von den Schülern häufig besser beachtet und angewandt als vorgeschriebene)vgl. Blum, 2006, S.62). Zur Orientierung können die Regeln auf Plakaten oder an einem Mobile an der Decke visualisiert werden. Die Rolle des Lehrers im Klassenrat Bis die Schüler die Struktur des Klassenrates und der Gesprächsformen stärker verinnerlicht haben, kann der Lehrer die Ämter des „Vorsitzenden“ bzw. „Protokollanten“ übernehmen. Dabei dient er als authentisches Modell für den respektvollen Umgang miteinander und gibt Hilfestellungen bei Problemlösungen. Für die Schüler entsteht ein Muster, das sowohl sprachlich als auch für persönliche Reaktionen hilfreich sein kann: „Er kommuniziert transparent und klar, wendet sich den Schülern immer wieder einfühlsam zu und nimmt sie mit ihren Anliegen ernst. Damit wird er als Mensch für die Schüler fass- und erlebbar“ (vgl. Kiper, 1996, S.20). Dabei soll der Lehrer die Schüler auf emotionaler Ebene zur Mitarbeit motivieren. Hierbei kommt es auf sein nonverbales Verhalten an. Durch freundliche Mimik und Dynamik in der Stimme und eine aktivierende Körperhaltung kann bei den Schülern strake Motivation und Lernen a  Modell erreicht werden (vgl. Potthoff, Steck- Lüschow, Zitzke,1995, S.88,89). Sobald die Ämter von den Schülern übernommen werden, kann die der Lehrer individuell unterstützen. Hierbei verändert sich seine Rolle. der Lehrer löst sich aus der dominanten Rolle des Belehrens und wird zum Partner der Schüler im gemeinsamen Formulieren und Lösen von Problemen und Wünschen (vgl. Hierdeis, 2005, S.10). Er unterstützt sie ggf., zu einem einvernehmlichen Ergebnis zu kommen und übernimmt damit die „Verantwortung für den Prozess, nicht jedoch für das Ergebnis“ (vgl. Blum, 2006, S.11). Der Lehrer sollte für seine Anliegen auch den Klassenrat nutzen, um zunehmens mehr auf gleicher Ebene mit den Schülern zu sein. So wird er  „zum gleichberechtigte[n] Teilnehmer der Runde. [Er] hält sich wie alle anderen an die gemeinsam erarbeiteten Diskussionsregen. Im Notfall greift [er] strukturierend und [präventiv] ein und überwacht die gemeinsamen Gesprächsregeln“ (vgl. Oellrich-Wagner, 1998 in Bartnitzky, 200, S.33). Gezieltes und kritisches Nachfragen, um das Gespräch wieder auf den Punkt zu bringen, kann dann hilfreich sein. Der Ablauf eines Klassenrates Vorbereitung Für die Vorbereitung des Klassenrates kann ein Schülerteam gebildet werden, welches bei Bedarf die Unterstützung des Lehrers erhält. Das Vorbereitungsteam hängt die Wandzeitung auf bzw. legt Notizzettel (vgl. Basismaterialien) für den Briefkasten aus. Das Team sichert die Themen der Wandzeitung bzw. des Briefkastens und verfasst eine Tagesordnung für den Klassenrat. Dazu überprüft es auch das Protokoll der letzten Sitzung und setzt die Beschlüsse, die überprüft werden müssen, mit auf die Tagesordnung. Ggf. kann es zur Besprechung einzelner Themen die betreffenden Lehrer zum Klassenrat einladen. Vorlagen für eine Tagesordnung und Einladung sind exemplarisch im Anhang dargestellt. Es empfiehlt sich, die Tagesordnung zur besseren Orientierung mit einem Overheadprojektor oder durch Kopien zu visualisieren. 1. Treffen im Klassenrat und Beginn der Sitzung Das Treffen erfolgt im Sitzkreis. Wirken die Schüler zu Beginn des Klassenrates sehr unkonzentriert, laut oder insgesamt „schlecht drauf“, empfiehlt sich die Durchführung kleinerer Entspannungsübungen, um die Schüler für den Beginn des Klassenrates zu sensibilisieren und ihnen das Ankommen zu erleichtern. Ein Übungsvorschlag findet sich im Anhang. Alternativ kann das Konzentrieren auf ruhige Entspannungsmusik für eine Minute eine Minute eine weitere Möglichkeit darstellen. Zur Sensibilisierung für die eigenen Gefühle empfehle ich zu Beginn des Klassenrates ein „Gefühls-Blitzlicht“ durchzuführen. Dafür hängen aus einer Pinnwand Fotos der Schüler, neben die sie einen Smiley, der ihrer gegenwärtigen Gefühlslage entspricht, anheften. So entsteht ein „Gefühlsbild“ der gesamten Klasse, mit dem auch die Wahrnehmung fremder Gefühle geschult wird (s. Arbeitsblätter) (vgl. Stähling, 2003, S. 201). Nach Blum ist „das Erkennen und Benennen von Gefühlen eine wichtige Voraussetzung, um Empathiefähigkeit zu entwickeln“ (vgl. Blum, 2006, S.114). Danach findet eine „Positiv-Runde“ statt, in der die Schüler in einem Satz verbalisieren, was sie in der Woche als positiv für sich selbst erlebt haben. Gerade weil im Klassenrat auch Konflikte angesprochen werden, setzt diese Runde durch den Aufbau einer positiven Grundstimmung Gegenakzente und verdeutlicht den Schülern, was z.B. im Unterricht und in der Klasse in Ordnung ist. Indem sich die Schüler z.B. für Hilfeleistungen bedanken oder angemessenes Verhalten würdigen, lernen sie, Aufmerksamkeit für eigene und fremde Verhaltensweisen zu entwickeln, in ihren Kommunikationsstil Formen der gegenseitigen Wertschätzung aufzunehmen, sich gegenseitig zu ermutigen und Beziehungen zu pflegen (vgl. Kiper, 1996, S.20). Vorbereitete Satzkarten (vgl. Basismaterialien), die in der Mitte des Kreises auf dem Boden liegen und „ruhig jugendtypische Ausdrücke enthalten dürfen“ (Hanke, 29005, S.46) können den Schülern eine Hilfe zum strukturierten Formulieren ihrer Gedanken sein. Damit nicht alle Schüler dasselbe sagen, kann der Lehrer den Hinweis geben, dass er von jedem etwas anderes hören möchte. Hierfür bieten sich verschiedene Leitfragen an: „Was ist mir im Unterricht gut gelungen?“, „Was hat mir im Unterricht gut gefallen?“, „Was hat mir in dieser Woche gut getan?“. 2. Vorlesen der Tagesordnung und Festigung der Reihenfolge der Themen Die Themen der Tagesordnung werden verlesen. Danach erfolgt die eventuelle Überprüfung von Beschlüssen der letzten Sitzung. Mit den Fragen „Hat es geklappt?“, Wollen Wir es weiter durchführen?“ fragt der „Vorsitzende“ zunächst die betroffenen und danach weitere Schüler, ob die Umsetzung der Beschlüsse geklappt hat bzw. sie weiterhin erprobt werden soll. Wenn nicht, muss ggf. nach neuen Lösungen gesucht werden. Die Schüler lernen dadurch, ihr eigenes Verhalten in Metakommunikation zu reflektieren. Im Anschluss daran wird die Reihenfolge der zu besprechenden Themen festgelegt und notiert. Dies kann entsprechend dem Datum der Eintragungen, der Dringlichkeit oder der Anwesenheit bzw. der Gesprächsbereitschaft der betroffenen Schüler geschehen (vgl. Kiper, 1997, S.48). 3. Besprechen der Themen und Konfliktlösung Ein Problem wird zuerst der Reihe nach aus der Perspektive aller am Konflikt beteiligten Schüler beleuchtet. Die Verwendung einer Ich-Botschaft ermöglicht den Schülern dabei ihre Meinung zu formulieren (vgl. Hanke, 2005, S. 44,45). Diese Hilfen können auf kleinen Erinnerungskärtchen (vgl. Basismaterial) für die Schüler festgehalten werden. Die Verwendung von Ich-Botschaften wird den Schülern am Anfang noch ungewohnt vorkommen und ihnen eventuell Schwierigkeiten bereiten, wirkt sich aber langfristig bei wiederholtem Üben und Anwenden auf eine angemessene Kommunikation in Konfliktsituationen aus. Im weiteren Verlauf des Gesprächs soll dann ein jeweils anderer Schüler versuchen, sich in die Situation einer der am Konflikt beteiligten Schüler hineinzuversetzen, um den emotionalen Gehalt des Konflikts aus dessen Perspektive darzustellen. Diese Förderung des empathischen Empfindens kann zum einen des fortschreitenden Entwicklung des Konfliktfähigkeit des Schüler dienen, zum anderen werden so die verschiedenen Sichtweisen auf ein Problem erkennbar (vgl. Kiper, 1996, S21). Zuvor erarbeitete und präsente Leitfragen, z.B. „Wer hat das Problem?“, „Was ist das Problem?“, „Wie ist es dazu gekommen?“, „Was können wir ändern?“ können für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen eine orientierende Hilfe sein, weil ihnen derartige Strategien für das sachliche Besprechen eines Konflikts häufig noch fehlen. Nach diesem Schritt suchen alle Schüler in einem Brainstorming Lösungsvorschläge, die der „Protokollant“ z.B. auf Karteikarten festhält, was danach ein schnelles Bewerten und Sortieren ermöglicht. Die ausgewählten Lösungsvorschläge sollten fair, vom Aufwand her angemessen und konkret (jeder weiß, was zu tun ist) sein (vgl. Walker, 2001, S.19). Als zusätzliche Fördermöglichkeit können die Konfliktsituationen und die gefundenen Lösungen in Standbildern und Rollenspielen nachgestellt werden. Die am Konflikt beteiligten Schüler werden dann gefragt, welche Konfliktlösung sie ausprobieren wollen. Dabei sollte versucht werden, einen Konsens zwischen den Schülern herbeizuführen (vgl. Kiper, 1996, S.21). Die gefassten Beschlüsse werden im Protokoll notiert und sind für eine bestimmte Zeit verbindlich (vgl. Kiper, 1996, S21). Um den Schülern Sicherheit im Konfliktlösungsgespräch zu geben, können die einzelnen Phasen auf einem Plakt visualisiert werden (vgl. Basismaterial). Sofern einzelne Schüler aufgrund ihrer persönlichen Situation zeitweise nicht zu einer konstruktiven Mitarbeit im Klassenrat fähig sind, sollte dies thematisiert werden und den betreffenden Schülern die Möglichkeit gegeben werden, außerhalb des Klassenrates an einer Aufgabe zu arbeiten. 4. Abschluss des Klassenrates In einer abschließenden Feedback-Runde kann jeder Schüler die Klassenratssitzung in einem Satz reflektieren. Verwendung finden können hier die Satzkarten aus der „Positiv-Runde“, und Satzkarten, die helfen, negative Gedanken zu äußern (vgl. Basismaterial). Damit die Schüler mit einem positiven Gefühl aus dem Klassenrat herausgehen, bietet sich ein Abschlussritual, bei dem sie sich gegenseitig etwas Gutes tun an, z.B. eine „Wettermassage“ oder „Pizzabacken“ (vgl. Basismaterial). Vorstellung der Förderbausteine Im Folgenden soll eine Auswahl an Spielen zusammengestellt werden, die sowohl innerhalb des Klassenrates als auch in Förderstunden Verwendung finden können. Wie und wo sie eingesetzt werden, hängt von den jeweiligen Lernvoraussetzungen der Schüler und der Stimmung in der Klasse ab. Deswegen kann manchmal auch eine Modifizierung notwendig sein. Der erste Förderbaustein zielt auf die Erweiterung und Festigung von Gesprächsregeln. Der zweite Förderbaustein geht spezifisch auf die Förderung des nonverbalen Kommunikationsverhaltens (Gestik, Mimik) ein, da auch der Einsatz des Körpers eine wichtige Rolle für eine eindeutige und angemessene Kommunikation spielt. Im dritten Förderbaustein geht es um das gezielte Wahrnehmen und Verbalisieren von Gefühlen, was Voraussetzung für den Ausbau von Empathie und Kritikfähigkeit ist. Der vierte Förderbaustein thematisiert schließlich Übungen für ein angemessenes Konfliktverhalten. Alle Förderbausteine sind nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Sie beinhalten den Titel, das Ziel, die Dauer und ggf. Sozialform, die Medien und eine Anleitung. Zusätzlich werden bei jeder Übung die entsprechenden Quellen in der Literatur aufgezeigt. 1. Erweiterung und Festigung von Gesprächsregeln Dieser Förderbaustein verfolgt das Ziel, die Anwendung von Gesprächsregeln auszubauen und zu vertiefen. 2. Gestik/ Mimik Die Übungen hierzu sollen die Schüler für ihren eigenen Körper und ihre eigenen Gedanken sensibilisieren und das eindeutige Einsetzen von Gestik und Mimik trainieren. 3. Gefühle Die Übungen sollen die Schüler dazu sensibilisieren, dass sie Gefühle eindeutig erkennen, beschreiben und reflektieren können. 4. Konfliktverhalten Bei diesen Übungen geht es um eindeutiges Kommunizieren und angemessenes Reagieren, sowie um die Fähigkeit, Konflikte zu thematisieren und angemessen zu lösen. Möglichkeiten der Evaluation Aus einer Vielzahl an Evaluationsmöglichkeiten, um eine Verbesserung der Lernergebnisse und –prozesse zu erreichen, sind im Folgenden einige zusammengestellt. Die Auswahl der Evaluationsformen ist angelehnt an: Blum (2006), Becker, Ilsemann, Schratz (2001), Burkhard, Eikenbusch (2000) und das Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung (1999). Lehrerbeobachtung Zur Reflexion des eigenen Lehrerverhaltens ist es sinnvoll, sich durch die Hospitation von Kollegen Rückmeldungen zu seiner unterrichtlichen Tätigkeit einzuholen. Selbstreflexion a) der Schüler: Die Schüler erhalten einen Selbstreflexionsbogen als Arbeitsblatt, anhand dessen sie versuchen sollen, ihre eigenen Kompetenzen realistisch einzuschätzen. Für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen bietet es sich dabei an, geschlossene Fragen mit Antwortalternativen vorzugeben, so dass sich die Schüler für eine Antwortalternative entschieden können. Ein Vorschlag für einen derartigen Selbstreflexionsbogen, der sich auf die Kompetenzen im Klassenrat bezieht, findet sich in der Materialzusammenstellung. b) des Lehrers: Neben der Beobachtung durch und Bewertung des Unterrichts mit einzelnen Kollegen, bietet sich auch die Selbstevaluation des Lehrer an. Hierfür kann er eine vorbereitet Checkliste ausfüllen und auswerten (s. Basismaterial). Schülerbeobachtung Lehrer können das Schülerverhalten im Klassenrar beobachten und ihre Eindrücke direkt in einem Beobachtungstagebuch festhalten. Um die Beobachtungen im Anschluss daran strukturieren und systematisieren zu können, ist die Arbeit mit einem Beobachtungsbogen sinnvoll (vgl. Materialzusammenstellung). Anstelle des Einsetzens eines Beobachtungstagebuchs kann der Lehrer Klassenratssitzungen exemplarisch auch filmen. Schüler beobachten Schüler Schüler können zu zweit oder dritt im Wechsel die Klassenratssitzung in einem Außenkreis beobachten und auf die Einhaltung einer spezifischen Regel z.B. „Ich melde mich.“ achten. Dafür haben sie einen Bogen, mit den Namen der Schüler und können das zutreffende Item („immer geschafft“, „manchmal geschafft“, „nicht geschafft“) ankreuzen. Schülerfeedback Ein Schülerfeedback kann mündlich oder schriftlich oder nonverbal erfolgen. Die schriftliche Befragung kann anonym erfolgen, um auch kritische Punkte benennen lassen zu können. Die Ergebnisse können den Schülern auf einer Folie präsentiert werden. In der mündlichen Form fragt der Lehrer die Schüler am Ende jeder Stunde, wie sie ihre Kompetenzen in einem bestimmten Bereich (z.B. angemessene Wortwahl) beurteilen und gibt selbst eine Einschätzung ab. Bei der nonverbalen Blitzumfrage „Blitzumfrage“ schreibt der Lehrer eine bestimmte Frage an die Tafel, z.B. „Wie zufrieden seid ihr heute mit dem Klassenrat gewesen?“. Durch Smileys mit unterschiedlichen Gesichtern und in unterschiedlichen Farben, die die Schüler hochhalten oder auf einem Plakat anordnen, entsteht sofort ein rein optisch fassbares Ergebnis. Eine Kopiervorlage für die Smileys ist hierzu erstellt.
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