Pausenspiele Pausenspiele – was ist das? An der Martin-Luther-King-Schule werden seit vielen Jahren während der Hofpause verschiedene Spielgeräte an die Schüler ausgeliehen. Das Angebot reicht von Seilen, Bällen bis hin zu Jongliertellern und Geräten zur Körperkoordination (z.B. „Doppelski“). Organisation Betreuung Die Pausenspielausleihe wird in der Regel von Schülern der Klasse 7 betreut. Dabei übernimmt ein Lehrer die Einarbeitung der Schüler, die Nachbestellung der Geräte etc. und ist Ansprechpartner bei Problemen und organisatorischen Fragen. Nach einer Einarbeitungsphase zieht sich der Lehrer zurück und lässt die Schüler selbständig die Ausleihe und Rückgabe tätigen. Zu Schuljahresbeginn wird dazu der Dienstplan für die Schüler festgelegt. In der Regel sind 3 Schüler für die Ausleihe zuständig, diese bleiben mindestens für 2 Wochen dabei. Dadurch wird Kontinuität und Sicherheit gewährleistet, je nach Interesse und Arbeitseinsatz kann diese Phase allerdings auch kürzer oder länger ausfallen. Es sollten möglichst alle Schüler der Klasse eine Zeit lang die Betreuung übernehmen, wobei jedoch eine sinnvolle Zusammensetzung der Gruppe in Hinsicht auf Selbständigkeit und Zuverlässigkeit geachtet werden muss. Keinem Schüler wird die Übernahme des Dienstes vorgeschrieben, ein gewisses Maß an Freiwilligkeit ist Voraussetzung. Ausleihe und Rückgabe Die Ausleihe findet zu Beginn der Hofpause in der Pausenhalle statt. Dazu gehen die betreuenden Schüler 5 min vor Pausenbeginn zum „Spieleschrank“, in dem die Geräte aufbewahrt werden. Der Schlüssel für den Schrank befindet sich im Schlüsselkasten des Lehrerzimmers, so dass auch vertretende Lehrer den Schülern den Schlüssel aushändigen können. Ein aufgestellter Tisch dient als Abgrenzung und Abstellfläche für die Geräte, dahinter stehen die ausleihenden Schüler. Mit den Pausenspielen wird auf dem Schulhof gespielt. Sobald die Ausleihe abgeschlossen ist, gehen auch die ausleihenden Schüler nach draußen in die Hofpause. Am Ende der Pause werden sie von den aufsichtführenden Lehrern als Erstes in die Pausenhalle gelassen, um die Rückgabe der Geräte vorzunehmen. Bei der Ausleihe und Rückgabe sollten sich die anderen Schüler möglichst in einer Reihe aufstellen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ausweise  Jeder Schüler der Schule erhält zu Beginn des Schuljahres einen Ausweis (Anhang) mit Namen und Klasse, den er bei der Ausleihe abgeben muss. Dieser Ausweis wird dazu in einen Karteikasten hinter das Register des jeweiligen Spielgerätes gesteckt. Gibt er das Gerät am Ende der Pause unversehrt zurück, erhält er seinen Ausweis wieder und das Spielgerät wird in den Schrank einsortiert. Dadurch ist gewährleistet, dass jeder Schüler sich nur ein Gerät ausleiht und sich dafür verantwortlich fühlt. Falls am Ende der Ausleihe Schüler ihre Ausweise nicht abgeholt haben, ist dies ein Hinweis darauf, dass das Spielgerät verloren wurde bzw. aus anderen Gründen nicht zurückgegeben werden konnte. Die ausleihenden Schüler können nun mit Hilfe des Ausweises den jeweiligen Schüler bzw. dessen Klassenlehrer ansprechen und sich um die Rückgabe bzw. den Ersatz kümmern. Falls ein Ausweis verloren geht, kann ein entsprechender Ersatz ausgestellt werden. Verlust / Beschädigung Falls Spielgeräte während der Pause verloren gehen, soll der betreffende Schüler dies selbständig den ausleihenden Schülern melden und sich möglichst selbständig um eine Lösung kümmern (z.B. Hausmeister ansprechen, falls ein Ball auf dem Schuldach liegt). Falls Spielgeräte mutwillig zerstört oder entwendet werden, ist der betreffende Schüler zu einem Ersatz verpflichtet. Dies wird im Einzelfall mit dem Klassenlehrer geregelt,  entweder in Form eines Ersatzgerätes oder einer Geldspende für die Neuanschaffung. Dabei ist auf die Verhältnismäßigkeit zu achten, es muss für die Schüler jedoch klar sein, dass ein Verlust / eine Beschädigung Konsequenzen für sie hat. In diesen Fällen ist der betreuende Lehrer zu informieren. Ausschluss von der Ausleihe In der Regel sollte jeder Schüler die Möglichkeit zur Ausleihe haben. In besonderen Fällen jedoch, etwas bei mehrfacher Zerstörung/ Entwendung oder Verhaltensproblematiken in Ausleihe- und Rückgabesituationen kann ein Schüler von der Ausleihe für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen werden. Dieses Verbot wird nicht von den ausleihenden Schülern ausgesprochen, sondern soll in Absprache mit dem betreuenden Lehrer und dem jeweiligen Klassenlehrer geschehen.  Spielgeräte Es stehen Spielgeräte unterschiedlicher Art zur Verfügung, die zu Beginn des Schuljahres bzw. nach Bedarf inventarisiert und vom betreuenden Lehrer ggf. nachbestellt werden. Die Mittel dazu kommen aus Spenden bzw. dem Förderverein der Schule. Die Schüler der Schule können Wünsche für die Pausenspiele äußern und sammeln. Bei der Bestellung ist auf Wetterfestigkeit und Stabilität der Geräte zu achten, außerdem dürfen sie kein Verletzungsrisiko beinhalten. Die Geräte sollen die Schüler zu mehr Bewegung in den Hofpausen anregen sowie Möglichkeiten zur Kooperation und dem gemeinsamen Spielen anbieten. Beispiele für solche Geräte sind: Bälle (weich und gummiert), Frisbeescheiben aus Schaumstoff, Seilchen in verschiedenen Größen, Balancierdosen, Jongliergeräte, Tennisschläger mit Softbällen und „Pferdchengeschirre“ für die kleineren Schüler. Zielsetzung …für die ausleihenden Schüler Die Schüler der Klasse 7 bekommen durch den Dienst, die Ausleihe selbständig zu organisieren und durchzuführen, die Rückmeldung, dass sie eine wichtige Tätigkeit für die gesamte Schulgemeinschaft ausführen. Dadurch sollen zum einen das Selbstwertgefühl einzelner Schüler gestärkt werden, zum anderen werden Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Zuverlässigkeit und Durchhaltefähigkeit geübt. …für die Schüler / Pausenklima Gerade an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ist häufig zu beobachten, dass Kinder große Schwierigkeiten mit der eigenen Körperwahrnehmung haben und natürliche Bewegungsabläufe nicht durchführen können .Die Schüler haben nun die Möglichkeit, zusätzlich zu den fest installierten Angeboten der Hofpause sich in unterschiedlicher Weise aktiv zu betätigen. Dadurch wird ihr häufig stark ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis befriedigt, zum anderen werden neue Bewegungsabläufe und koordinative Fähigkeiten eingeübt. Des Weiteren wird versucht, Schüler durch diese Angebote so zu beschäftigen, dass keine Langeweile und, damit häufig verbunden, aggressives Verhalten der Schüler untereinander aufkommen kann. Durch die Möglichkeit, zusammen zu spielen (z.B. Seil hüpfen), werden isolierte Schüler ggf. in eine Gruppe mit einbezogen und kooperatives Verhalten geübt. Es ist sinnvoll und gewünscht, dass das Spielen mit bestimmten Geräten auch außerhalb der Pausen in den einzelnen Klassen stattfinden kann. Dadurch bekommen die Schüler weitere Anregungen, was sie in den Pausen selbständig weiterführen können (z.B. Gummitwistübungen) und lernen die Geräte im Detail besser kennen. Ausblick Das Konzept zur Spieleschrankausleihe hat sich an der Martin-Luther-King-Schule bewährt und wird von der Schulgemeinschaft in der Regel gut angenommen. Dabei ist es wichtig, dass der betreuende Lehrer einen guten Überblick über die momentane Situation hat und ggf. Verbesserungen / Nachbestellungen vornimmt. So ist das Problem der zerstörten / verlorenen Spielgeräte trotz aller Bemühungen immer wieder ein Thema, für das weitergehende Ideen gesucht werden können. Auch ist die andauernde Motivation der ausleihenden Schüler ein Ansatzpunkt, an dem kontinuierlich zu arbeiten ist. Seit kurzem ist auch der Schulsozialarbeiter als Ansprechpartner in die Organisation der Pausenspiele involviert, Praxiserfahrungen dazu stehen noch aus.
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