Konzept „Förderung von Sozialkompetenzen“ Im Rahmen unseres Erziehungs- und Bildungsauftrages kommt der  Entwicklung der sozialen Kompetenz eine zunehmende  Bedeutung zu. Soziale Kompetenz bezeichnet den Komplex all der persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen, individuelle Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen. Soziale Kompetenz bezeichnet die Gesamtheit der Fertigkeiten, die für die soziale Interaktion nützlich oder notwendig sind. Unter „sozial kompetent“ versteht man somit, dass jemand in der Lage ist, die eigenen Ziele in sozialen Zusammenhängen zu realisieren, ohne dabei die Interessen der anderen zu verletzen. Soziale Kompetenz ist ein multidimensionales Konstrukt und ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer Kompetenzen. Allgemein zählen zur sozialen Kompetenz folgende Kenntnisse und Fähigkeiten: Soziales Kompetenztraining in der Schule Problematisches Schülerverhalten ist an Regelschulen ebenso zu beobachten wie an Förderschulen. Studien belegen eine Zunahme dieses Verhaltens ebenso wie eine qualitative Veränderung. Die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu sozialem und verantwortlichem Handeln ist eine zentrale Aufgabe der Schule. Die Schule hat nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Erziehungsauftrag. Durch fachliches und fächerübergreifendes Lernen werden Schlüsselqualifikationen als grundlegende Kompetenzen und Einstellungen angebahnt, die den SchülerInnen die individuelle Gestaltung ihres Lebens, und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dauerhaft ermöglichen. Die Unterstützung der Kinder in ihrer Entwicklung zu sozial kompetentem Verhalten ist kein pädagogisches Beiwerk, sondern ein zentrales Anliegen der Schule. Im schulischen Rahmen finden sich verschiedene Möglichkeiten der Entwicklung von Schlüsselqualifikationen. Neben allgemeinen Prinzipien der Unterrichtsgestaltung kommen der Gestaltung des Klassen- und Schullebens sowie der Vorbildfunktion der LehrerInnen eine große Bedeutung zu. Darüber hinaus kommen weitere Programme, Modelle und Trainings zum Tragen: In unterschiedlichen Bereichen versuchen wir an der Martin-Luther-King-Schule Schüler zu ganzheitlichem sozialkompetenten Verhalten zu erziehen.  Folgende Aspekte „sozialer Kompetenz“ sind uns dabei wichtig: Bildung und Gestaltung von Freundschaften oder anderen positiven Beziehungen (Perspektivenübernahme; Anderen helfen; etc.) Ausgewogenes Selbstmanagement (Konflikte mit anderen bewältigen können; das eigenen Verhalten kontrollieren und regulieren können; etc.) Schulische Kompetenzen (Jemanden um Hilfe bitten, wenn man etwas nicht versteht; die Anweisungen des Lehrers befolgen; Aufgaben zu Ende bearbeiten; etc.) Kooperative Kompetenzen (Soziale Regeln wie beispielsweise Klassenregeln anerkennen und befolgen; sich mit anderen etwas teilen; etc.) Positive Selbstbehauptung und Durchsetzungsfähigkeit (Kontakt zu anderen aufnehmen; Gespräche oder Spiele beginnen können etc.) Das aus diesen Aspekten heraus sich entwickelnde Konzept setzt sich bausteinartig zusammen und beinhaltet folgende Elemente: Schulordnung Die Schulordnung bildet die Grundlage des sozialen Miteinanders. Alle am Schulleben Beteiligte erkennen diese Ordnung als verbindlich an. Elemente der Schulordnung werden jährlich in den Klassen thematisiert. In pädagogischen Gesprächen oder bei disziplinarischen bzw. Ordnungsmaßnahmen wird immer auch auf die Schulordnung Bezug genommen.  Ordnungsmaßnahmen Der Ablauf von Teilkonferenzen ist eindeutig geregelt und strukturiert. Teilkonferenzen werden vom so gestaltet, dass Schüler in eine eindeutige Erklärungs- und Rechtferti-gungssituation für ihr Verhalten kommen. Keine Toleranz bei Gewalt gegen Personen sowie Sachbeschädigung. Gewalt gegen Personen zieht immer eine disziplinarische Maßnahme nach sich. Mög-lichkeiten sind hier z.B. der schriftliche Tadel zur Kenntnisnahme an die Eltern, Einberufung der Teilkonferenz, zeitlich befristeter Verweis aus dem Unterricht durch Klassenlehrer oder Schulleitung, Erstattung von Strafanzeigen. Ab Beginn des 13. Lebensjahres werden Schüler, die massive Bedrohungen aussprechen, explizite Körperverletzungen begehen oder vorsätzliche Sachbeschädigungen begehen, ausnahmslos angezeigt. Bei Sachbeschädigung auch im geringsten Umfang wird nachhaltig versucht,  finanziellen Schadenersatz zu erhalten. Schulsozialpädagoge Der Schulsozialpädagoge stellt die Schnittstelle zwischen Schule und Institutionen der Jugendhilfe dar. Er berät Schüler, Lehrer sowie Erziehungsberechtigte bei Verhaltensauffälligkeiten, persönlichen und familiären Problemen, Problemen in der Schule. Ziel der sozialpädagogischen Beratung ist es, unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes eine stabile Situation zu schaffen und zu erhalten. Klassenlehrerprinzip Wichtiges Prinzip unserer unterrichtlichen und erzieherischen Arbeit ist das Klassenlehrerprinzip. Schulleben Durch vielfältige schulische Gemeinschaftserlebnisse bemühen wir uns um gute sozi-ale Begegnungen sowie um eine positive Identifikation mit der Schule. Zu diesen regelmäßigen Ereignissen im Schulleben gehören Klassen-/ Stufenfahrten Schulausflüge (Schneeausflug, Spiel- und Sportfest, Klassenausflüge) Schulübernachtungen, Klassenfrühstück Feste im Jahreslauf (Advents-, Karnevals-, Einschulungs,- Entlassfeier) Theaterprojekte / Natur-und Begegnungsbauernhof Sozialtraining In Kooperation mit dem Jugendamt wird an der Martin-Luther-King-Schule ein sogenanntes „Sozialtraining“ durchgeführt. An diesem Training, welches ein Schuljahr dauert, nehmen immer die Schüler der Klasse 8 teil. Der Sozialpädagoge der Schule sowie ein Mitarbeiter des Jugendzentrum BoGi´s Cafe führen dieses Sozialtraining einmal wöchentlich in der 7. und 8. Unterrichtsstunde durch. Durch spielerische Übungsformen, erlebnispädagogische Elemente sowie Gemeinschaftsunternehmungen werden soziale Kompetenzen trainiert. Trainingsraumprogramm Durch Schüler, die häufig den Unterricht stören oder sich unangemessen verhalten, können lernbereite Schüler nicht ungestört lernen und die Lehrer nicht ungestört unterrichten. Der Unterricht verliert an Qualität und Quantität. Auch wird häufig das harmonische Miteinander in den Pausen bei Spiel, Sport und Unterrichtsgängen gestört. Eine Konfliktbewältigung kostet wertvolle Unterrichtszeit und ist häufig nicht intensiv genug zu leisten. Die Folgen sind lang andauernd, schwerwiegend und negativ. Alle sind betroffen: die lernbereiten Schüler, die störenden Schüler, die Lehrer. Schüler, die bei einer deutlichen Störung des Unterrichts oder bei Fehlverhalten in den Pausen nach einer ausdrücklichen Ermahnung nicht einlenken, müssen in den Trainingsraum gehen. Dort arbeiten sie gemeinsam mit einem Lehrer an der Problemlösung und erarbeitet einen Verhaltensplan für die Rückkehr in die Klasse. In diese darf der Schüler erst zurückkehren, wenn er einen akzeptablen Verhaltensplan erarbeitet hat. Ändert sich das Verhalten des Schülers nicht, werden die Eltern zu einem Beratungsgespräch eingeladen, gegebenenfalls erfolgen Ordnungsmaßnahmen. Aus personellen Gründen ist der Trainingsraum z.Zt. nicht geöffnet. Streitschlichterprogramm Das Kollegium bemüht sich, Konflikte wo möglich nach dem „Bensberger Mediationsmodell für Förderschulen“ zu bearbeiten. Berufsorientierungscamp Das „Berufsorientierungscamp“ der Klasse 8 der Martin-Luther-King-Schule wird in Kooperation mit der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus Paderborn in dem Rochus-Spiecker-Haus in Bielefeld durchgeführt.  Der Aufenthalt erstreckte sich über eine fünftägige Schulwoche mit dem Ziel, die Schüler durch die Teilnahme an der Maßnahme zu befähigen, selbstsicherer, gezielter und angemessener aufzutreten. Sie werden durch verschiedene Maßnahmen und Trainings in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz gestärkt.   Sprechstunde des Bezirksbeamten der Polizei (in Vorbereitung) In den Klassen Gruppenarbeit Gesprächskreise Verstärkersysteme Offene Unterrichtsformen Methodentraining Magic-circle / Klassenrat  (in Vorbereitung) Projekte Theaterprojekte (Zuhause ist da, wo ich wohne; Without words; Momo; Odysseus kam bis Ithaka) Natur- und Begegnungsbauernhof Spieleschrank Ehrenamt Verkehrshelfer „Schöne Schule“ Projekttage „Zivilcourage“ Preis für Zivilcourage
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