Konzept “Berufsorientierung und -vorbereitung” Von zentraler Bedeutung in der Oberstufe ist die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt. In Klasse 8 wird ein den Schülern ein Überblick über mögliche Arbeitsplätze und Berufe gegeben. Informationen über bestimmte Berufsbilder werden gesammelt und ausgewertet. Berufswahlkriterien wie Eignung, Ausbildungsvoraussetzungen, Anforderungen, Neigung, Belastung etc. werden erarbeitet. Das Jugendarbeitsschutzgesetz wird in seinen Grundzügen besprochen. Auch erhalten die Schüler Hilfe beim Suchen eines geeigneten Praktikumplatzes für den Werkstatttag im 9. Schuljahr. Zur intensiveren Vorbereitung wird in dieser Klasse seit dem Schuljahr 2007/2008 ein Berufsorientierungscamp durchgeführt. Unsere Schule führt in den Klassen 9 und 10 Schülerbetriebspraktika durch, in Klasse 9 in Form eines Werkstatttages, in Klasse 10 zweimal als zweiwöchiges Blockpraktikum. Im Werkstatttag der Klasse 9 sollen die Schüler an einem festen Tag in der Woche in einem Betrieb ein Jahr lang Erfahrungen sammeln. Ziel dieser Maßnahme ist, eine möglichst realitätsnahe Berufsvorbereitung zu gewährleisten und Hilfen bei der Berufsfindung und der beruflichen Eingliederung zu bieten. Die Schüler lernen die Anforderungen eines Berufs über einen längeren Zeitraum und unter wechselnden Bedingungen kennen. Dies hilft bei einer realistischen Selbst- und Berufseinschätzung und dient der Konkretisierung der Berufsvorstellungen. Durch einen vielfältigen Erfahrungsaustausch zwischen Schule und Betrieb kann eine gezieltere Vorbereitung auf die Arbeitswelt stattfinden. Die Schüler machen die Erfahrung, dass schulische Inhalte sehr wohl in direktem Zusammenhang mit beruflichen Anforderungen stehen. Dies erhöht die Lernbereitschaft. Die Schule kann unterrichtliche Inhalte in direktem Zusammenhang mit beruflichen Anforderungen überarbeiten und intensivieren. Der Übergang von Schule und Beruf kann fließender gestaltet werden. Die Praktikanten werden in den Betrieben regelmäßig durch den Klassenlehrer besucht. Die Aufarbeitung und Nachbereitung von Erfahrungen, Problemen und Konflikten kann sofort oder am nächsten Schultag erfolgen. Während des Praktikums werden Arbeitsberichte abgefasst und ein Berichtsheft geführt. Gesetzlich gelten für den Werkstatttag die Vorschriften aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Die tägliche Arbeitszeit beträgt in der Regel 7 Arbeitsstunden pro Tag bzw. 35 Stunden in der Woche. Die Schüler sind für die Praktikumszeit unfall- und haftpflichtversichert. Der Einsatz in Lebensmittelbetrieben und Küchen erfordert eine amtsärztliche Unterweisung. Die Übernahme der Kosten hierfür ist geregelt. Die Betriebe werden gebeten halbjährlich ein Beurteilungs- und Einschätzungsformular auszufüllen, welche bei der Berufsberatung Berücksichtigung finden. Ebenfalls in der 9. Klasse finden eine erste Kontaktaufnahme mit und erste Informationen durch den zuständigen Berufsberater im BIZ (Berufsinformationszentrum) in Recklinghausen statt. Zu Beginn der 10. Klasse führt der Berufsberater persönliche Beratungsgespräche in der Martin-Luther-King-Schule durch, an denen die Eltern und die Klassenlehrer teilnehmen. Im Herbst und im Frühjahr werden zweiwöchige Blockpraktika in Klasse 10 absolviert. Bei der Auswahl der Praktikumsplätze wird der Berufsberater beteiligt, um zum einen Berufswünsche und Berufsvorstellungen zu konkretisieren, zum anderen ergibt sich so auch die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme und Vermittlung von Ausbildungs- bzw. Jahres-Praktikumsplätzen. Während der Praktika werden Berichtshefte geführt. Außerdem werden in Klasse 10 Informationen und Kenntnisse gesammelt durch Be-triebserkundungen, Besichtigung des Jugenddorfes Dortmund-Oespel und des Berufsbildungswerkes der RAG in Datteln. Theoretisch wird die Rechtsstellung des jugendlichen Arbeitnehmers (Jugendarbeitsschutzgesetz, Jugendvertretung, Gewerkschaften) erarbeitet sowie ein Überblick über notwendige Versicherungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Renten- und Unfallversicherung gegeben. Berufsorientierungscamp Seit dem Schuljahr 2007/2008 führt die Martin-Luther-King-Schule im Rahmen des Projektes „Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung gestalten“ unterstützt durch die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie der Stiftung Partner für Schule NRW eine Maßnahme zur innerschulischen Berufsorientierung durch. Das „Berufsorientierungscamp“ der Klasse 8 wird in Kooperation mit der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus Paderborn in dem Rochus-Spiecker-Haus in Bielefeld gestaltet.  Der Aufenthalt erstreckt sich über eine fünftägige Schulwoche mit dem Ziel, die Schüler durch die Teilnahme an der Maßnahme zu befähigen, selbstsicherer, gezielter und angemessener aufzutreten. Sie werden in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz für zukünftige Arbeitsverhältnisse gestärkt, bei der Orientierung nach realistischen Berufszielen beraten und unterstützt und lernen verschiedene Berufsfelder kennen. Sie erarbeiten u.a. durch einen handlungsorientierten Berufsparcours, einem nachgestellten Vorstellungsgespräch mit anschließender Videoanalyse sowie durch die Simulation von Telefongesprächen Antworten auf folgende Fragestellungen: Wie finde ich meinen Beruf? Wo liegen meine Stärken? Welche Berufe werden in meiner Region angeboten? Welche Anforderungen stellt die Berufswelt an mich? Wie bewerbe ich mich? Zudem lernen sie durch die Bewältigung verschiedener gemeinsamer Herausforderungen in der Gruppe die Bedeutung von Team- und Kooperationsfähigkeit kennen, bei einem erlebnispädagogischen Tag werden sie im Konfliktmanagement gestärkt. Die Begleitung der Maßnahme erfolgt durch Referenten, wodurch eine intensive und individuelle ressourcenorientierte Arbeit mit allen Schülern möglich ist. Durch die den Teilnehmern bis dahin unbekannten Referenten werden neue Rollenverteilungen und ein Aufbrechen vorhandener Strukturen innerhalb der Schülergruppe möglich. Das Berufsorientierungscamp ist in Klasse 8 in den Arbeitslehreunterricht im Bereich „Berufsorientierung“ und Praktikumsvorbereitung eingebunden. Es informiert die Schüler über Berufsfelder und -bilder und bereitet Situationen vor, die innerhalb eines Praktikums auf die Schüler zukommen können (Telefonat mit der Praktikumsstelle, Vorstellungsgespräch, Lebenslauf schreiben), analysiert diese und zeigt Verbesserungsvorschläge auf. Es dient zudem als Vorbereitung auf den in Klasse 9 stattfinden Werkstatttag und als Vorbereitung auf die weiteren Blockpraktika in Klasse 10. Die Teilnahme am Berufsorientierungscamp ergänzt zudem das Programm des zustän-digen Berufsberaters der Agentur für Arbeit. Projekt „ Vertieftete Berufsorientierung an Förderschulen“ Seit dem Schuljahr 2007/2008 nimmt unsere Schule mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10 an einem Projekt zur Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Recklinghausen, dem Bildungszentrum des Handels e.V. und Re/init e.V. teil. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wird die Vertiefung der schulischen Bemühungen zur Berufsorientierung, die  Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und den eigenen beruflichen Möglichkeiten gefördert. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das Projekt ihre Berufswahlkenntnisse erweitern, ihre Selbsteinschätzung verbessern, ihre Berufswahl konkretisieren und grundlegende Handlungsstrategien zur Verbesserung der Realisierungsmöglichkeiten der Berufswahlentscheidung erwerben. Dazu werden verschieden Veranstaltungen und Workshops in der Schule begleitet durch einen externen Sozialpädagogen und an außerschulischen Lernorten durchgeführt: - Kompetenzcheck : dient zur Eignungsabklärung in Bezug auf konkrete Ausbildungs- und Berufsalternativen, individuelle Kompetenzentwicklungsplanung - Selbsterfahrung: Schüler erhalten praktische und Theoretische Einblicke in verschieden Berufe - Begleitung der schulische Praktika - Trainingskurse zur Verbesserung notwendiger Voraussetzungen: Kommunikation, Selbstbehauptung, Konfliktlösung etc. - Konkrete Hilfen bei der Praktikumssuche und Bewerbungen Modell „Startklar! Mit Praxis fit für die Ausbildung“ wird von den nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales, dem Europäischen Sozialfond, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit finanziert und von der Landes- Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH) und der Landesstiftung Partner für Schule NRW umgesetzt. Das Modell ist vorerst für fünf Jahre angelegt., Beginn ist das Schuljahr 2009/2010. Kooperationspartner zur Durchführung der verschiedenen Module ist für die Martin-Luther-King-Schule das Bildungszentrum des Handels in Recklinghausen. Das Modell umfasst folgende drei Phasen: Jahrgang 8 – Kompetenzen feststellen und sich orientieren: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientieren sich durch praktisches Arbeiten in den Werkstätten der Berufsbildungsstätten in mindestens drei verschiedenen Berufsfeldern und lassen ihre dabei gezeigten Kompetenzen dokumentieren. (BIBB) Jahrgang 9 – Praxis bezogen lernen und sich qualifizieren: Im nächsten Schritt lernen die Jugendlichen verstärkt praxisbezogene Arbeitsin-halte und qualifizieren sich vertiefend in einzelnen Berufsfeldern. Die Schule arbeitet dabei eng mit außerschulischen Partnern zusammen. Jahrgang 10 – Berufswahl konkretisieren / in die Ausbildung begleiten: In Phase drei konkretisieren die Schülerinnen und Schüler ihre Berufswahl und bereiten sich auf den Schulabschluss und den Übergang in eine duale Ausbildung vor. Sie können dabei spezifische Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Eine anschließende Phase der Nachbetreuung sichert die Stabilität der geschlossenen Ausbildungsverhältnisse.
MLK-Schule Unterricht Schulleben interner Bereich Beratung Aktuelles MLK-Schule Unterricht Schulleben interner Bereich Beratung Aktuelles
Martin-Luther-King-Schule Castrop-Rauxel
interner Bereich interner Bereich