Schuleingangsphase Das Konzept der Schuleingangsphase unserer Schule geht auf die heterogene Lernausgangslage der Schülerschaft ein. Kinder, die schulpflichtig werden, kommen mit ganz unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Schule. Sie unterscheiden sich in ihren Erfahrungen, in ihren bereits erworbenen Kompetenzen, in ihrer sozio-kulturellen und ökonomischen Herkunft. Zudem lernen sie unterschiedlich schnell, unterschiedlich viel und auf verschiedenen Wegen. Unsere Schuleingangsphase hat daher den Auftrag, mit Unterrichtskonzepten zu arbeiten, die die Ansprüche an Differenzierung und Individualisierung einlösen. Durch die Schuleingangsphase soll der immer größer werdende Entwicklungs- und Lernrückstand der Schülerinnen und Schüler ausgeglichen und somit Unter- und Überforderung verhindert werden. Dazu werden jahrgangsübergreifende Klassen eingerichtet, in denen die Schüler mindestens ein und maximal drei Jahre verbleiben. Die Schüler der ersten, zweiten und dritten Jahrgangsstufe der Martin-Luther-King-Schule bilden eine jahrgangsübergreifende Klasse. Diese Altersmischung ermöglicht den Schülern vielfältige Erfahrungen als Lehrende und Lernende. Innerhalb dieser Klasse lernen sie weitgehend individuell, sind aber trotzdem in einem Klassenverband integriert. Die Fächer Mathematik und Deutsch werden differenziert unterrichtet. Die Fächer Sachunterricht, Musik, Kunst und Sport werden im Klassenverband je nach Thematik unterrichtet. Die Mehrheit der Schüler, die sich in Jahrgangsstufe drei befinden, werden von der  Klassenlehrerin unterrichtet. Die Schüler der Jahrgangsstufen eins und zwei werden im Rahmen einer Kleingruppe von einer weiteren Lehrkraft beschult. An diesem nehmen gegebenenfalls                          auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe drei teil, die einen höheren Förderbedarf aufweisen. Die Lehrkräfte der Schuleingangsphase gehen auf diese individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen im Rahmen differenzierter Lernmöglichkeiten ein. Beide Lehrkräfte arbeiten in einem Team zusammen, das die Unterrichtsthemen gemeinsam auswählt und vorbereitet. Jede Lehrkraft individualisiert die Inhalte für ihre Lerngruppe entsprechend den Lernausgangslagen der Schüler. Diese kooperative Lehrmethode zeigt sich als besonders geeignet, um den Unterricht mit mehr Differenzierungsmöglichkeiten und einer Methodenvielfalt durchzuführen. An der Martin-Luther-King-Schule beginnt die erste Stunde der Schuleingangsphase mit einem Gutenmorgenlied und einer anschließenden Begrüßung. Jeden Montag findet in der ersten Stunde eine "Klassenstunde" statt, in der im Rahmen eines Erzählkreises jeder Schüler von seinen Wochenenderlebnissen berichten kann und in der ein kurzer Überblick über bestimmte Ereignisse des Tages bzw. der folgenden Woche den Kindern Struktur und Orientierung gibt. Zudem werden Kreisspiele durchgeführt oder Lieder gesungen, die das Gemeinschaftsgefühl der Klasse stärken und fördern sollen. In der Regel beginnt der Tag mit den Unterrichtsfächern Deutsch und Mathematik.. Dafür werden die Schüler ihrer individuellen Lerngruppe zugeteilt. Zur Verfügung stehen zwei Klassenräume. Die Schüler der Lernstufe drei erhalten zunächst Unterricht in ihrem Klassenraum. Die Schüler der Klasse eins und zwei gehen in den zweiten Klassenraum und beginnen mit der "Guten-Morgen-Zeit", in der noch nicht fertig gestellte Arbeiten / Arbeitsblätter beispielsweise vom Vortag beendet werden. Hierzu gehen sie an ihre Fächer und beginnen selbstständig zu arbeiten. In dieser Zeit der Freiarbeit unterstützt die Lehrkraft nach Bedarf und kontrolliert die Hausaufgaben. Erledigte Hausaufgaben, die Mitarbeit im Unterricht und das Einhalten von aufgestellten Klassenregeln werden den Schülerinnen und Schülern anhand eines Verstärkersystems transparent dargestellt. Nach etwa zwanzig Minuten beginnen dann die im Wochenplan vorbereiteten Lerninhalte in den Fächern Deutsch und Mathematik. Zwischen den einzelnen Lerninhalten bzw. den Stunden wird Zeit zum Spielen eingeräumt. Unterschiedliche Bereiche, wie der Bauteppich, das Puppenhaus, der Knettisch, der Spieleschrank, der Maltisch, die Kuschelecke laden die Schülerinnen und Schüler ein, sich zurückzuziehen und nach ihren Bedürfnissen zu spielen. Nach der zweiten Unterrichtsstunde findet eine gemeinsame Frühstückspause im Klassenverband statt. Diese Gelegenheit wird ebenfalls dazu genutzt Geburtstage gemeinschaftlich zu feiern. Danach folgt die erste große Pause auf dem Schulhof. Für Regenpausen erhalten unsere Kinder ein Spielangebot innerhalb der Klasse. Nach der ersten großen Pause wird dann eventuell noch in den Lerngruppen Deutsch und Mathematik unterrichtet, bzw. folgen im Anschluss Unterrichtsinhalte aus weiteren Fächern die gemeinsam unterrichtet werden. Zum Ende des Unterrichts wird gemeinsam aufgeräumt und im Abschlusskreis werden die Kinder dann mit einem Abschlusslied verabschiedet. Der systemische Ansatz findet in unserer pädagogischen Arbeit Anwendung. So wird der pädagogische Auftrag als gemeinsame Aufgabe verstanden, an der Eltern, Lehrer, Pädagogen und alle weiteren Fachkräfte, die am Bildungs-, Entwicklungs-  und Erziehungsprozess der Schülerinnen und Schüler beteiligt sind, mit einbezogen werden. Regelmäßige Elterngespräche und der Austausch mit verschiedenen Institutionen, wie das Jugendamt, die Familienhilfe, Praxis für Ergotherapie etc.  gehören zu unsrem Aufgabenfeld. Zudem geben Elternsprechtage den Eltern eine Rückmeldung über den Leistungs- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler.
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